Welche Katze passt zu mir

Aus Meine-Katze.de

Jeder, der sich eine Katze ins Haus zu holen will, sollte zunächst darüber nachdenken, welche Katzenrasse am besten zum eigenen Lebensstil passt.

Dazu ist es notwendig, sich selbst einige Fragen zu stellen und sie ehrlich zu beantworten, bevor man zur eigentlichen Frage: "Welche Katze passt zu mir?", übergehen kann.

  • Zeit: Ist tagsüber immer jemand zu Hause, der sich um die Katze kümmern kann oder ist sie öfters alleine?
  • Aufwand: Habe ich Zeit und Lust, mich regelmäßig mit der Katze zu beschäftigen und mich um Fellpflege zu kümmern oder möchte ich lieber eine pflegeleichtere Katze?
  • Platz: Wie viel Platz steht meiner Katze zur Verfügung? Lebe ich in einer kleinen Wohnung oder in einem ganzem Haus?
  • Auslauf: Kann die Katze gefahrlos nach draußen? Lebe ich in einer Großstadtwohnung an einer vielbefahrenen Straße oder in einem Haus im Grünen?
  • Charakter: Möchte ich eher eine ruhigere Katze, die viel faulenzt oder doch lieber eine lebhaftere Katze, die gerne spielt und mehr Beschäftigung braucht?

Die Gesichtspunkte, die zur Wahl einer Katze beitragen, sind vielfältig und sollten letztendlich alle mit in die Entscheidung einfließen. Daher ist es unabdingbar, sich über den speziellen Charakter der verschiedenen Katzenrassen zu informieren.

Trotzdem gilt unbedingt zu beachten, dass jede Katze individuell verschieden ist; und so kann auch eine Ocicat mal eher ruhig und scheu sein oder eine Britisch Kurzhaar lebhaft und verspielt. Zudem hängt das Temperament auch sehr vom Alter der Katze ab, denn ein junges Kätzchen ist meist verspielter und lebhafter als eine 14-jährige Katze.

Inhaltsverzeichnis

Ruhigere oder lebhaftere Katzenrasse?

Allgemein gelten die orientalischen Katzenrassen wie die Siam oder die Balinese als lebhafter, ruhiger hingegen sind der Großteil der westlichen Katzenrassen wie die Scottish Fold oder die Ragdoll.

Wer wenig zu Hause ist, sollte sich eher für eine ruhigere Katzenrasse entscheiden, die nicht so viel Unterhaltung und Aufmerksamkeit braucht.

Wohnungskatze oder Freigänger?

Die Wahl für oder gegen einen Freigänger hängt sehr stark vor der Wohnlage ab. Wer in einer Großstadt lebt, hat meist keine andere Wahl als sich für eine Wohnungskatze zu entscheiden, auch wenn die reine Wohnungshaltung eigentlich nicht der Natur einer Katze entspricht.

Wer sich also eine Wohungskatze anschafft, sollte stets dafür sorgen, dass die Katze genug Unterhaltung hat. Außerdem sollte man die Entscheidung für die Wohnungshaltung so früh wie möglich fällen, solange die Katze noch klein und anpassungsfähiger ist. Denn bei ausgewachsenen Freigängern, die plötzlich nicht mehr nach draußen dürfen, kann das sogar zu Verhaltensstörungen führen.

Wer in einer kleinen Wohnung lebt und nur wenig Platz für die Katze hat, sollte darauf achten, dass er sich eine Katzenart ins Haus holt, die für die Wohnungshaltung geeignet ist und mit wenig Platz zurecht kommt, wie zum Beispiel die Bombay oder die Russisch Blau.

Wer auf dem Land lebt oder einen Garten hat, in dem sich die Katze austollen kann, kann sich ruhig nach einer lebhafteren Katzenrasse umsehen, wie zum Beispiel der Orientalisch Kurzhaar oder der Ägyptisch Mau. Diese Katzen brauchen unbedingt ihren Freigang und mögen es nicht, in Wohnungen eingesperrt zu werden.

Katze oder Kater?

Die Unterschiede zwischen Katze und Kater werden besonders ab der Geschlechtsreife deutlich, die meist zwischen dem 5. und 12. Monat eintritt. Kater markieren ihr Revier mit Urin und Kot, was viele Katzenhalter als unangenehm empfinden. Zudem legen unkastrierte Kater beim Streunen längere Strecken zurück, was häufig zu Revierkämpfen mit anderen Katern führt.

Katzen werden ab der Geschlechtsreife in regelmäßigen Abständen von ca. drei Wochen rollig. In dieser Phase verhalten sie sich wilder, miauen laut und versuchen die Kater aus ihrer Umgebung anzulocken. Bei Katzen die dennoch Freigang haben, kommt es dabei oftmals zu unerwünschtem Nachwuchs.

Wer mit seinen Katzen nicht züchten will, sollte sein Tier daher kastrieren lassen. Außerdem erkranken kastrierte Katzen seltener an Uterusinfekten oder Eierstockzysten und kastrierte Kater kämpfen weniger, weshalb ihr Risiko geringer ist, an FIV zu erkranken. Im Anschluss an eine Kastration sind die Unterschiede der Wesensart zwischen Katzen und Kater jedoch nicht mehr so ausgeprägt.

Lang- oder kurzhaarige Katze?

Bei der langhaarigen Perserkatze ist die tägliche Fellpflege unerlässlich, damit es nicht zu Verfilzungen oder Haarballenbildung kommt und die Gesundheit des Tieres darunter leidet. Diese intensive Pflege kann für Katze und Mensch sehr schön sein, kostet jedoch auch Zeit und Aufwand.

Kurzhaarkatzen hingegen können ihr Fell selbst in Ordnung halten und sind deshalb auch pflegeleichter und weniger zeitintensiv. Nichtsdestotrotz genießen auch sie eine intensive Fellpflege, denn genau wie Streicheleinheiten kann regelmäßiges Bürsten das Verhältnis zwischen Mensch und Tier stärken. Vor allem die Siam und die Birma mögen ausgiebige Fellpflegen.

Ein gute Alternative zwischen Langhaar- und Kurzhaarkatze sind die Halblanghaar-Rassen, die zwar keine tägliche Fellpflege bedürfen, aber dennoch ein längeres, seidiges Fell aufweisen.

Rasse- oder Hauskatze?

Mischlings- und Hauskatzen sind meist jagdfreudiger als Rassekatzen und haben einen noch ausgeprägteren Freiheitsdrang. Zudem sind sie oftmals reservierter und reagieren auf andere Katzen aggressiver als Rassekatzen.

Im Gegensatz zu ihren Artverwandten, die aus Zufallspaarung entstanden sind, gelten Rassenkatzen allgemein als anfälliger für Krankheiten.

Kitten oder ausgewachsene Katze?

Kätzchen

Kleine Kätzchen sind anfangs viel pflegeintensiver als ausgewachsene Katzen, die bereits selbstständig sind. Denn junge Katzen brauchen spezielles Futter und müssen mehrmals täglich gefüttert werden.

Kätzchen sollten erst mit etwa zwölf Wochen abgegeben werden, die wichtigste Prägephase ist damit bereits abgeschlossen. Doch Jungkatzen sind sehr lernfähig, so dass man den Charakter einer Katze in den ersten zwei Jahren noch entscheidend beeinflussen kann.

Für Familien mit Kleinkindern eignen sich ältere Katzen meist besser, weil sie in Stresssituationen oder wenn sie sich bedrängt fühlen, nicht so schnell aggressiv reagieren. Kitten sind oftmals eher unbeholfen und zu aufgedreht, um mit kleinen Kindern richtig umzugehen. Außerdem sind sie schreckhafter und können von zu viel Trubel leicht verstört werden.

Eine oder mehrere Katzen?

Wenn tagsüber niemand zu Hause ist, sollten Sie sich überlegen, zwei Katzen bei sich aufzunehmen, denn so können die beiden sich gegenseitig Gesellschaft leisten. Andererseits ist auch dabei zu beachten, dass diese Entscheidung stark vom Wesen der jeweiligen Katze abhängt. Manche Katzen sind lieber mit ihrem Herrchen oder Frauchen alleine.

Zwei kastrierte Kater, die aus demselben Wurf stammen verstehen sich meist ohne Probleme, ebenso wie Katzen, die miteinander aufgewachsen sind.

Schwierig wird es vor allem, wenn man versucht zwei erwachsene Katzen aneinander zu gewöhnen. Zu einer älteren Katze empfiehlt es sich eher ein junges Kätzchen dazu zu holen, weil dieses im Normalfall besser akzeptiert wird.

Wer mehr als zwei Katzen halten will, sollte unbedingt darauf achten, dass die Tiere genug Platz haben und jede die nötige Zuwendung und Fürsorge erhält, die sie verdienen.


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