Toxoplasmose: Katzen als Gefahr in der Schwangerschaft?
Aus Meine-Katze.de
Die Toxoplasmose zählt zu den Infektionskrankheiten, mit denen sich Frauen in der Schwangerschaft infizieren und ihr ungeborenes Kind durch die Erreger gefährden können. Während der Schwangerschaft gibt es daher bei Frauen, die Katzen als Haustiere besitzen, besondere Vorsorgemaßnahmen, die eingehalten werden sollten, um sich nicht anzustecken.
Infektion mit Toxoplasmen
Die Toxoplasmose kann über über verschiedene Wege übertragen werden. Die Erreger, die Toxoplasmen, werden von Säugetieren über den Erdboden oder Gras aufgenommen. Für Menschen besteht deshalb zum einen das Risiko, nicht ausreichend gegartes Fleisch zu essen, in dem sich die Toxoplasmen angesiedelt haben.
Zum anderen werden Toxoplasmen-Eier von Katzen mit dem Kot ausgeschieden und sind so unter Umständen auf nicht ausreichend gesäuberten Salaten, Rohkost oder Früchten zu finden, die in Bodennähe wachsen. Vor allem Hauskatzen sind als Ausscheider der geschlechtsreifen Eier eine mögliche Gefahrenquelle für den Menschen.
Symptome der Toxoplasmose
Die Infektion mit Toxoplasmen verläuft bei gesunden Menschen in der Regel ohne gefährliche Symptome ab. Ist das Immunsystem ausreichend gestärkt, treten meistens keine Beschwerden auf. Zirka 30 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter hatten bereits Infektionen mit Toxoplasmen - meist jedoch ohne es zu wissen. Möglich ist allerdings ein leichtes Fieber mit vergrößerten Lymphknoten am Hals; in seltenen Fällen treten außerdem eine generalisierte Lymphknotenschwellung mit einer Vergrößerung von Leber und Milz sowie Veränderungen der Blutwerte auf. Ist das Immunsystem stark geschwächt, kommt es unter Umständen zu einer Entzündung des Gehirns.
Infektion in der Schwangerschaft
Bei Schwangeren besteht die Gefahr, dass das ungeborene Kind unter einer erstmaligen Infektion mit den Erregern leidet. Lebt eine Katze im Haushalt, die mit Toxoplasmen infiziert ist, kann sich die Schwangere beim Reinigen des Katzenklos über den Kot mit den Erregern anstecken. Die Toxoplasmen können in solch einem Fall über die Plazenta das Ungeborene anstecken. Kommt es zu einer Infektion im ersten Schwangerschaftsdrittel, kann dies zum Verlust des Kindes führen. Überlebt das Ungeborene die Infektion, kann es während und nach der Geburt durch Entzündungen von Gehirn, Hirnhaut oder Augen sowie einem so genannten Wasserkopf auffällig werden. Steckt sich die Mutter im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel an, sind Frühgeburten, Leber- und Milzschwellungen, Blutungen oder Veränderungen der Lunge möglich - in den meisten Fällen bestehen aber bei der Geburt keine Beschwerden. Trotzdem sind Spätschäden an Gehirn oder Augen nicht auszuschließen.
Vorsorgemaßnahmen für Schwangere
- Während der Schwangerschaft sollten werdende Mütter rohes oder halbgares Fleisch weder zu sich nehmen noch abschmecken.
- Bei der Zubereitung von rohem Fleisch können bei nicht ausreichender Hygiene Erreger über Messer oder Schneidebretter auf andere Lebensmittel übertragen werden. Küchenutensilien, Hände, Obst und Gemüse sind daher nach dem Kontakt mit Fleisch gründlich zu reinigen.
- Wenn möglich sollte ein anderes Familienmitglied während der Schwangerschaft das Reinigen des Katzenklos übernehmen. Schmusen mit der Katze sollte möglichst eingestellt werden; zumindest ist aber ein sorgfältiges Waschen der Hände nach Streicheleinheiten anzuraten.
Kommentare
Katzen-Magazin - Neue Artikel
Kommentare
Neueste Kommentare
- Silvester-Angst bei Katzen: Was kann man machen wen Katzen sich verschlu...
- Neues Bewertungsportal für Tierpen...: Da ich schon mal schlechte Erfahrun...
- Toxoplasmose: Katzen als Gefahr in ...: Ich fand's voll schlimm, nicht mit ...
Anzeigen
Themen
Welche Katze passt zu mir?
Vor dem Kauf einer Katze sollte immer die Frage stehen: Welche Katze passt zu mir?
Rasseporträt Maine Coon
Die Maine Coon gehört zu den gefragtesten amerikanischen Katzenrassen.
Rasseporträt Ragdoll
Die Ragdoll ist aufgrund ihres Fells und ihrer liebenswerten Art weltweit beliebt.
Infektionskrankheiten
Viele Katzen, vor allem Freigänger, sind von Infektionskrankheiten betroffen.




