Tierversuche an Katzen

Aus Meine-Katze.de

15. Februar 2011  |  Kommentare: 1

„Die Katzen werden anästhesiert, chemisch gelähmt und durch einen Schnitt in der Luftröhre künstlich beatmet. [...] Damit keine Atembewegungen die Experimente stören, wird ein Kollaps der Lungen herbeigeführt. Am Hals werden bestimmte Nerven freigelegt und an Elektroden angeschlossen. Die Schädeldecke wird am Hinterhaupt geöffnet, die Hirnhäute entfernt und Mikroelektroden am Hirnstamm angeschlossen. Am Ende der Experimente werden die Katzen durch Injektion eines Gifts, das einen Herzstillstand hervorruft, umgebracht.“ (Quelle: Datenbank-Tierversuche.de)

Dieses Horrorszenario mussten 1996 zehn Katzen erleben, die in einer deutschen Untersuchung „von neuronalen Aktivitäten im Bereich des Atemzentrums des Hirnstamms“ als Versuchstiere verwendet wurden.

Leider sind sie mit ihrem Schicksal bei Weitem nicht alleine: Schätzungen zufolge werden weltweit jährlich über 100 Millionen Tiere zu Versuchszwecken missbraucht. Tendenz steigend: Waren es in Deutschland im Jahr 2000 noch ca. 1,8 Millionen Versuchstiere, wurden 2009 bereits 2,8 Millionen registriert. Die meisten Tiere sind Nager, doch auch 793 Katzen wurden 2009 in Versuchen teils unglaublichen Prozeduren unterzogen, wie man einer Statistik des Tierschutzbundes entnehmen kann. Die meisten Tiere werden speziell zu Versuchszwecken gezüchtet. Sie werden also nur geboren, um dann in einem Tierversuch elendig einzugehen. Bilder solcher grausamen „Untersuchungen“ gibt es unter Aerzte-gegen-Tierversuche.de.

Trotz heftiger Kritik sind Tierversuche in der EU legal, solange sie der medizinischen Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung, Produktherstellung oder Giftigkeitsprüfungen dienen. Tierversuche in der Kosmetikbranche sind seit 2004 in der gesamten EU verboten, bis 2013 soll es außerdem ein Einfuhrverbot für Produkte geben, die mithilfe von Tierversuchen im Ausland hergestellt wurden. Da aber kaum ein Stoff in Kosmetikprodukten nur für die Kosmetik hergestellt wurde, befindet man sich hier de facto in einer rechtlichen Grauzone.

Gerechtfertigt werden die Quälereien, die laut §7 des Tierschutzgesetzes offiziell als Eingriffe an Tieren, „wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden […] verbunden sein können“, bezeichnet werden, durch den Nutzen für den Menschen. Kritiker setzen dem neben ethischen Bedenken entgegen, dass zum einen nicht sicher sei, dass die Ergebnisse der Forschungen auf den Menschen übertragbar sind. Zum anderen gäbe es sehr wohl alternative Verfahren: Mithilfe von Zell- und Gewebekulturen, künstlichen Organmodellen oder Computersimulationen könnte in Zukunft vermieden werden, dass Tiere unnötig leiden müssen.

Es ist zu hoffen, dass sich aufgrund dieser Argumente bald eine Änderung der brutalen Praxis ergibt. Wer nicht nur hoffen, sonder auch aktiv etwas gegen Tierversuche unternehmen möchte, kann - neben dem Engagement in Tierschutz-Institutionen - auf den Kauf tierversuchsfreier Produkte umsteigen. Verschiedene Organisationen haben Prüfsiegel entwickelt, die Produkte kennzeichnen, deren Herstellung auch ohne Tierversuche auskommt. International anerkannte Siegel sind zum Beispiel der Hase mit der schützenden Hand, das BDIH-Siegel oder Leaping Bunny.

Copyright Bild: Holger/ pixelio.de

Kommentare

Cat20
28.02.2012 - 19:58
Wer Tierversuche unterstützt ist einfach krank!!!!!
  



 


Kommentare

Cat20 am 28.02.12
Wer Tierversuche unterstützt is...

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