Sexualverhalten und Paarung

Aus Meine-Katze.de

Katzen werden im Alter zwischen sieben und zwölf Monaten geschlechtsreif, Kater zwischen zehn und vierzehn Monaten. Die Paarungsbereitschaft der Katze, die so genannte Rolligkeit, tritt im Frühling(März/April) und im Sommer (Juni/Juli) auf; es gibt oft noch eine dritte Rolligkeitsphase im September. Dies ist allerdings nicht als absolute Vorgabe zu sehen, da der Zeitpunkt der Rolligkeit bei Katzen individuell verschieden ist. Beim Kater richtet sich die Paarungsbereitschaft nach den Signalen der Katze. Empfängt er diese, wird er paarungsbereit.

Jeder Katzenbesitzer sollte die Frage klären, was mit dem Katzennachwuchs geschehen soll, bevor die Katze trächtig wird. Es ist in höchstem Maße verantwortungslos, eine Katze Nachwuchs gebären zu lassen, der dann getötet wird. Falls kein Nachwuchs gewünscht wird, ist bei weiblichen Katzen die Vollendung des vierten Monats ein guter Zeitpunkt für die Kastration, beim Kater ab dem vierten Monat, idealerweise sollte man bis zum sechsten Monat warten.

Bei der weiblichen Katze werden die Eierstöcke und ein Teil des Gebärmutterhorns entfernt, beim Kater die Hoden. Es gibt Menschen, die gegen diesen Eingriff Vorbehalte hegen, da sie ihn als unnatürlich empfinden. Allerdings sprechen die Wunden, die unkastrierte Kater oft in Kämpfen davontragen, für eine Kastration, ebenfalls dürfte das Markieren des Reviers mit dem beißend riechenden Urin auf wenig Gegenliebe stoßen. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Katzen sich außerordentlich schnell vermehren und eine durchschnittliche Wurfzahl von etwa vier Kätzchen aufweisen. Somit dürfte es schwer fallen, für alle Kätzchen einen geeigneten Platz zu finden.

Soll die Katze, wie etwa bei einer Zucht, trächtig werden, setzt zunächst die Rolligkeit ein. Dies äußert sich in einer erhöhten Anhänglichkeit der Katze, die immer ruheloser wird und nach draußen möchte. In der Regel erleben die Katzen zwischen Februar und September mehrere Brunstzyklen von 15 bis 20 Tagen, solange sie nicht befruchtet werden. Sie verlieren kein Blut wie Hunde, sondern locken den Kater, indem sie sich an Gegenständen reiben und so einen Lockduft absondern.

Dabei miauen sie auf charakteristische Weise so, wie ein Katzenjunges weint. Im Falle einer Katzenzucht sollte dann ein passendes Männchen zur Verfügung stehen. Falls dies nicht der Fall ist, kann man über den Züchterverband oder den Tierarzt einen anderen Züchter ausfindig machen. Die Katze wird bei einsetzender Rolligkeit zum Kater gebracht, wo sie einige Tage verbringt.

Die weibliche Katze wird zunächst in einem Raum untergebracht, der an den des Katers angrenzt und durch einen Maschendrahtzaun abgetrennt ist. Die beiden werden erst dann zusammengelassen, wenn das Weibchen beginnt, dem Männchen seine Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Falls die Katze nicht zur Zucht bestimmt ist, wird sie sich selbst einen Kater erwählen, da durch ihr Rufen die unkastrierten Kater der Umgebung angelockt werden.

Die Paarung selbst ist sehr kurz und endet mit heftigem Fauchen des Weibchens, das den Kater wegstößt. Damit es zur Paarung kommt, wälzt sich das Weibchen am Boden, um die Aufmerksamkeit des Katers zu erwecken. Die Katze nimmt schließlich die Paarungshaltung ein, indem sie den Körper flach am Boden hält, das Hinterteil anhebt und den Schwanz seitlich wegstreckt. Der Kater besteigt das Weibchen und packt ihr Nackenfell mit den Zähnen.

Unmittelbar während des kurzen Koitus wird der Eisprung aufgrund des Nackenbisses sowie durch den stacheligen Penis des Katers ausgelöst. Diese perfekte Koordinierung zwischen Paarung und Eisprung erklärt die enorme Fortpflanzung von Katzenrassen. So kann es auch sein, dass eine Katze Kinder von mehreren Katern in sich trägt, wenn sie freien Zugang zum Garten hat. Wenn die Befruchtung der Katze bei einer Paarung nicht gelingt, dann wird sie nach 20 Tagen wieder rollig.


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