Perserkatze

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Die Perserkatze (auch: Langhaar, Longhair, Himalayan) ist vor allem durch ihr prächtiges Fell und ihre kurze Schnauze bekannt. Die Langhaarkatze gehört zu den ältesten Katzenrassen und gilt noch heute als Statussymbol.

Im 20. Jahrhundert stieg zur beliebtesten Katze in den USA auf und überholte dabei auch schnell die Maine Coon. Ihre Stellung konnte die Perserkatze über die Jahre hinweg behaupten und wird heute weltweit als Wohnungskatze geschätzt.

Inhaltsverzeichnis

Ursprünge der Rasse

Das ursprüngliche Herkunftsland der Perserkatze ist heute nicht mehr mit Sicherheit zu ermitteln. Ihre Vorfahren stammen aus dem türkisch-persischen Raum, früher kannte man langhaarige Katzen auch unter dem Namen "Angorakatze" (Angora = der frühere Name des heutigen Ankara).

Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte sie durch die Seefahrt nach Europa, wo sie bereits an Fürstenhöfen gehalten wurde. Sie wurde mit verschiedenen Adjektiven belegt, die ihr exotisches Äußeres unterstrichen, wie etwa "chinesische", "russische" oder "indische" Katze.

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurden Perserkatzen gezielt gezüchtet und bald durch die Katzenzuchtorganisationen als Rasse anerkannt. Schnell avancierte die Perserkatze zum Star der immer populärer werdenden Katzenshows. 1889 wurde zum ersten Mal ein Rassestandard definiert und Perserkatzen fanden sich in den noblen Kreisen bis hin zum englischen Königshaus.

Die Gestalt der Katzen wurde im Laufe der Zeit massiger und die Zahl der zugelassenen Farben stieg. Die moderne Züchtung versucht mittlerweile, das Aussehen der Perserkatze mit gesundheitlichen Kriterien zu vereinbaren, ein Ziel, das in der Vergangenheit oft wenig beachtet wurde. So werden heute züchtungsbedingte Gendefekte wie Taubheit oder erschwerte Atmung vermieden.

Aussehen

Perserkatzen zeichnen sich durch einen gedrungenen Körperbau aus, der Kopf ist rundlich und massiv mit breitem Schädel. Die Nase ist kurz und besitzt den charakteristischen Stop (ein Knick am Nasenansatz). Der Stop muss genau zwischen den Augen liegen.

Die Pfoten der Perserkatze sind breit, rundlich, kurz und kräftig. Die Ohren sind klein und leicht gerundet und weisen charakteristische Haarbüschel auf. Sie sollten weit auseinander liegen. Die Augen sind groß und rund. Der Schwanz sollte kurz und buschig sein.

Das Fell der Perserkatze ist immer lang und sehr dicht und sollte eine lange, feine Unterwolle aufweisen. Die Textur sollte dabei nicht wollig sein. Am Hals zeigt sich eine volle Halskrause um Schultern und Brust.

Art und Wesen

Perserkatzen sind im Allgemeinen anhänglich, sanft und verschmust. Sie haben ein leises Stimmchen, das sie nur selten einsetzen. Perser kommen mit relativ wenig Zuwendung aus und haben eine unkomplizierte Wesenart.

Diese Eigenschaften können bei den unterschiedlichen Perserrassen leicht variieren, dennoch bleibt stets der gutmütige Charakter erhalten.

Haltung

Die Perserkatze zieht meist die Wohnung dem Garten vor, selbst wenn sie Zugang zu diesem hat. Manche Perserrassen gelten als lebhafter, im Grunde ist die Perserkatze jedoch eine ideale Wohnungskatze, da sie Mußestunden auf dem Sofa weit mehr schätzt als einen ausgedehnten Aufenthalt im Garten.

Das lange Fell der Perserkatze erfordert einen sehr hohen Pflegeaufwand, der bei der Anschaffung einer Perserkatze stets bedacht werden sollte. Es muss täglich gebürstet werden und sollte, um es glänzend zu erhalten, auch gepudert werden. Zudem sollte man das Tier gelegentlich baden.

Perserkatzen, die für Ausstellungen bestimmt sind, sollten sich nicht im Garten aufhalten, da in diesem Fall das Fell nicht nur äußerst schwierig zu reinigen ist, sondern auch durch Sonneneinsstrahlung ausbleichen kann.

Gesundheit

Das flache Gesicht der Perserkatze führt oftmals zu Atemproblemen und zur Verstopfung der Tränenkanäle. Inwzischen versuchen Züchter daher längere Schnauzen zu züchten.

Genetisch bedingt treten bei der Perserkatze häufig auch folgende Erkrankungen auf:

Varianten der Perserkatze

Perser Schwarz

  • Fell: schwarz
  • Augen: orange, glänzender Kupferton
  • Temperament: ruhig, anhänglich

Der schwarze Perser zählt neben dem weißen Perser zum ältesten Farbschlag der Rasse. Die erste schwarze Perserkatze wurde 1871 auf einer Londoner Katzenausstellung vorgestellt. Dabei ist die rein schwarze Fellfarbe sehr schwierig zu züchten, da häufig Nuancen von Rost- oder Rauchtönen auftreten. Daher gilt eine einheitlich schwarze Katze als großer Zuchterfolg. Das Fell dieser Katzen benötigt ebenfalls besonders intensive Pflege, da es schnell einen Rostton annehmen bzw. durch Aufenthalt in der Sonne ausgebleicht wirken kann.

Perser Rot

  • Fell: durchgehend rot
  • Augen: kupferfarben
  • Temperament: freundlich

Das Haar dieser Katze sollte einheitlich rot durchgefärbt sein, die Nase und die Fußballen ziegelrot. Tiere, deren Fell keine Tabby-Markierungen aufweist, sind äußerst selten und bei Züchtern sehr begehrt.

Perser Weiß

  • Fell: weiß
  • Augen: blau
  • Temperament: selbstbewusst, anhänglich, ruhig

Das Fell ist reinweiß, die Nase und Fußballen rosa. 1938 wurden weiße Perserkatzen durch ihre Augenfarben unterschieden und die Farben kupfer und blau als Rassestandard anerkannt. Die Variante mit verschiedenfarbigen Augen ("odd") wurde erst in den 1950er Jahren anerkannt. Die blauäugigen Perserkatzen neigen zu angeborener Taubheit. Die weiße Perserkatze war bereits in der viktorianischen Zeit geschätzt und eignet sich besonders gut als reine Hauskatze.

Perser Creme

  • Fell: braungelber Cremeton, verschiedene Schattierungen
  • Augen: kupferfarben

Früher war diese Fellfarbe unter dem Namen Devonshire Cream bekannt. Zunächst wurde sie nur in den USA weiterentwickelt. In England setzte sie sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch.

Perser Blau

  • Fell: jede Schattierung in Blau
  • Augen: kupferfarben, orange
  • Temperament: liebenswürdig, ruhig

Die Katze besitzt eine blaue Nase und blaue Ballen. Die Züchtung dieser Rasse, die bereits von der englischen Königin Viktoria bevorzugt wurde (sie war Schirmherrin der 1901 gegründeten Blue Persian Society) ist perfektioniert. Die blaue Langhaar ist eine sehr beliebte Variante der Perserkatze und repräsentiert einen sehr reinen Zuchtstandard.

Perser Blaucreme

  • Fell: Schattierungen von Blau und Creme in Pastelltönen
  • Augen: kupferfarben, orange
  • Temperament: lebhaft, freundlich

Die Rasse entstand aus der Paarung von blauen und cremefarbenen Tieren. Der Nasenspiegel und die Ballen sollten blau sein.

Chinchilla-Perser

  • Fell: weiß mit schwarzem Tipping
  • Augen: grün
  • Temperament: lebhaft

Die Ballen dieser Tiere sind braun, während die Nase ziegelrot gefärbt ist. Die Chinchillas gelten im Allgemeinen als lebhaftere Vertreter der Perser, sind aber ebenso anhänglich und freundlich. Die Fellfarbe sollte schneeweiß mit schwarzem Tipping sein.

Perser Cameo

  • Fell: weiß mit cremefarbenen Haarspitzen
  • Augen: kupferfarben
  • Temperament: sehr ruhig, freundlich

Bei dieser Rasse existieren viele anerkannte Farbschläge. Das interessante Erscheinungsbild des Fells ist durch die Färbung der oberen Haare entstanden, während das Unterfell weiß ist.

Perser Smoke

  • Fell: Unterwolle weiß, schwarzes Tipping
  • Augen: kupferfarben
  • Temperament: ruhig

Perser Bicolor

  • Fell: alle Farben mit weiß
  • Augen: orange, kupferfarben
  • Temperament: ruhig, liebevoll

Erst in den 1960er Jahren wurden zweifarbige Langhaarkatzen als Rasse anerkannt. Sie können jede Farbe zusammen mit weiß aufweisen. Die Farbpartien sollten gegenüber dem weiß überwiegen.

Perser Tabby

  • Fell: alle Farben, mit der charakteristischen Tabby-Zeichnung
  • Augen: orange, kupferfarben
  • Temperament: eigenwillig, anhänglich

Die Farbvarianten Braun, Rot und Silber sind offiziell anerkannt, dennoch kann jede Fellfarbe die typische, getigerte Tabbymusterung aufweisen. Bei der Braun-Tabby-Katze sowie bei der Blau-Tabby sollten die Ballen und der Nasenspiegel rosa sein. Bei manchen Tabbys, wie beispielsweise der Silber-Tabby, sind auch Tiere mit haselnussbraunen Augen zu finden.

Perser Schildpatt

  • Fell: rote, cremefarbene und schwarze Flecken
  • Augen: kupferfarben, orange
  • Temperament: anhänglich, sanft und ruhig

Diese Farbgebung kommt ausschließlich bei weiblichen Tieren vor. Über die Frage, ob die Zucht von Schildpatt-Katzen schwierig sei, herrscht in England und den USA Uneinigkeit: Während in den USA die Zucht als relativ problemlos gilt, wird sie in England als kompliziert angesehen, da man die dort gewünschten Farbvarianten nur schwer erreicht.

Perser Schildpatt mit Weiß

  • Fell: blaue, cremefarbene und weiße Flecken
  • Augen: orange, kupferfarben
  • Temperament: ruhig, gutartig, freundlich

Auch bei dieser Rasse handelt es sich ausschließlich um weibliche Tiere, was die Zucht kompliziert. Die Pfoten sollten rosa Ballen haben.

Perser Colourpoint

  • Fell: warmer Cremeton mit dunklen, sealbraunen Markierungen
  • Augen: blau
  • Temperament: sanft, dennoch lebhaft

Es sind zahlreiche Farbschläge möglich, die von sealbraunen Abzeichen über rot und blau reichen. Die Züchtung dieser relativ jungen Rasse gelang erst in den 1940er Jahren vollkommen.

Interessante Links zur Perserkatze

Infos rund um die Perserkatze

Perserkatze-Standard der World Cat Federation (WCF)


Steckbrief

Name Perserkatze
Typ Cobby
Herkunft Mittlerer Osten
Fell lang
Fellfarbe alle Fellfarben
Augen alle Augenfarben
Wesen ruhig, ausgeglichen, ideale Hauskatze
Aufwand hoch

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