Nichtinfektiöse Erkrankungen
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Nichtinfektiöse Erkrankungen bei Katzen haben vielfältige Ursachen: Sie können genetisch bedingt sein oder entstehen durch Bewegungsmangel oder falsche Ernährung. Viele der Krankheiten sind typisch für eine bestimmte Rasse oder stellen sich häufig erst bei älteren Katzen ein.
Inhaltsverzeichnis |
Geschwülste und Beulen
Ertastet man an der Katze eine unnatürliche Geschwulst, sollte man sie unverzüglich zum Tierarzt bringen. In der Regel treten Tumore bei Katzen eher selten auf und es handelt sich um eine der beschriebenen Ursachen wie Blutblasen oder Entzündungen.
In selteneren Fällen kann es sich jedoch um einen Tumor handeln, der auch bösartig sein kann. Tumore entwickeln sich meist langsam, während Abszesse und Entzündungen plötzlich auftreten.
Erkrankungen der Harnwege
Katzen können unter verschiedenen Harnwegserkrankungen leiden, deren Ursachen ganz unterschiedlich sein können. Zusammengefasst werden die Ursachen Ernährung, Stress oder Hormone unter dem Begriff FLUTD (Feline Lower Urinary Tract Disease).
Die Krankheit äußert sich in Symptomen wie: gesteigerter Durst, schmerzlicher Harnabsatz und Blut im Urin. Zu Nierenversagen kommt es dann, wenn kein Urin mehr abgesetzt wird. Ausreichend Wasser ist in diesem Fall lebenswichtig.
Häufig betroffen von Nieren- und Harnwegsproblemen sind ältere Katzen, unabhängig davon, ob es sich um Rasse- oder Hauskatzen handelt. Oftmals werden ältere Katzen auch inkontinent.
Diabetes Mellitus
Vor allem ältere Katzen sind von Diabetes betroffen. Zu den häufigsten Symtomen zählen: Vermehrter Durst, Dehydrierung, Gewichtsverlust trotz gestiegenem Appetit, Müdigkeit und häufiger Harnabsatz.
Beim Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüße zu wenig Insulin, sodass der Körper keinen Zucker aufnehmen kann. Insulinspritzen oder Tabletten können in diesem Fall helfen die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Beim Typ-2-Diabetes zeigen die Körperzellen eine mangelnde Reaktion auf Insulin. In diesem Fall muss man der Katze kein Insulin verabreichen, sondern das Tier auf eine spezielle Diät setzen.
Polyzistische Nierenerkrankung
Bei einer polyzistischen Nierenerkrankung (PKD) kommt es zur Zystenbildung in den Nieren der Katze. Werden die Zystem immer größer, schränkt das zunehmend die Funktion der Organe ein, was in den meisten Fällen tödlich endet. Durch eine symptomatische Therapie kann man die Krankheitserscheinungen mindern.
Ein Gentest für hilft erkrankte Tiere zu erkennen, weshalb vor allem Züchter sich dieser Methode bedienen. Häufig von PKD betroffen sind erblicht bedingt die Perserkatzen sowie die Maine Coon und die Ragdoll.
Hypertrophe Kardiomyopathie
Hypertrophe Kardiomyopathie ist eine genetische Disposition für Herzprobleme (HCM). Eine Katze, die unter HCM leidet, erscheint äußerlich völlig gesund, kann aber überraschend am plötzlichen Herztod sterben. Durch Medikamente kann man eine HCM eingedämmen, jedoch nicht gänzlich beseitigen. Von HCM betroffen sind erblich bedingt häufig die Maine Coon, die Amerikanisch Kurzhaar und die Ragdoll.
Spinale Muskelathropie
Spinale Muskelathropie (SMA) ist einer Erkrankung der Nervenzellen. In schlimmen Fällen verursacht die Krankheit bei der Katze Lähmungserscheinungen. Zur Feststellung verwenden Züchter häufig Gentests, um betroffene Tiere von der Züchtung ausszuschließen. SMA zeigt sich erblich bedingt oftmals bei der Maine Coon.
Hodendystopie
Bei der Hodendystopie handelt es sich um eine Lageanomalie des Hoden, das heißt, die Position des Hodens befindet sich nicht wie gewohnt im Hodensack, sondern außerhalb.
Dies kann die Fruchtbarkeit des Katers beeinträchtigen und sogar zu bösartigen Hodentumoren führen. Daher sollte man betroffene Kater kastrieren lassen. Genetisch bedingt, sind häufig Perserkatzen von Hodendystopie betroffen.
Hüftdysplasie
Die Hüftdysplasie (HD) ist ein erblich bedingter Defekt der Gelenkpfanne des Hüftgelenks. Die Gelenkpfanne ist bei betroffenen Katzen nicht tief genug, sodass Gelenkpfanne und der Kopf des Oberschenkelknochens nicht genau ineinander passen, wodurch die beiden aufeinander reiben.
So kommt es zur Abnutzung der Gelenkknorpel, was für betroffene Katzen sehr schmerzhaft sein kann. Wer mit seiner Katze züchten will, sollte sie vorher auf HD testen, um die Anzahl der betroffen Tiere innerhalb der Rasse zu minimieren. Eine Katzenrassen, die erbtechnisch häufig von HD betroffen ist, ist die Maine Coon.
Wunden
Katzen können durch den Kampf mit Artgenossen oder auch anderen Tieren Bisswunden davontragen, die sich zu Abszessen entwickeln können. Dies ist wegen ihres Fells oft nicht sofort zu erkennen. Beim Streicheln sollte man sofort aufmerksam werden, wenn die Katze sich an bestimmten Stellen nicht anfassen lassen will und zurückzuckt.
Falls sich bei vorsichtigem Betasten an dieser Stelle eine Schwellung zeigt (am Schwanz oder an der Pfote ist diese meist deutlich zu sehen), muss ein Tierarzt die Verletzung behandeln.
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