Krankheitssymptome

Aus Meine-Katze.de

Die meisten Krankheiten der Katze lassen sich dadurch erkennen, dass ihr Verhalten von ihren üblichen Gewohnheiten abweicht.

Schläft sie mehr als sonst, wirkt apathisch und hat ein stumpfes Fell, das sich oft klamm anfühlt, ist sie mit Sicherheit krank. Dies gilt auch für schwere Atmung, gerötete Augen und Appetitlosigkeit. Bei ernsten Symptomen wie etwa Erbrechen, Blutverlust oder Gleichgewichtsstörungen, Husten, Keuchen, Hautentzündungen oder Atemnot sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen, ebenso bei Schwellungen, die von Abszessen oder Verletzungen herrühren können.

Inhaltsverzeichnis

Maul

Starker Speichelfluss, übertriebene Kaubewegungen oder extrem vorsichtiges Kauen deuten auf Erkrankungen im Maul hin. Ein weiteres Anzeichen dafür ist, wenn die Katze ihre Schnauze ständig mit den Pfoten betastet. Bei der Untersuchung des Mauls sollte man zunächst überprüfen, ob sich Fremdkörper zwischen den Zähnen befinden. Diese lassen sich meist einfach beseitigen; funktioniert dies nicht, kann der Tierarzt dies vornehmen. Rote und vereiterte Stellen auf der Zunge deuten auf Krankheiten hin.

Geschwüre im Maulbereich sind ein Symptom von Katzenschnupfen oder Katzen-Aids und gehen meist mit starkem Speichelfluss, Mattigkeit und Appetitmangel einher. Es könnte allerdings auch sein, dass die Katze mit einer reizenden Substanz in Berührung kam.

Die Zähne der Katze dürfen nicht locker sitzen oder gar entzündet sein. Dies kann man prüfen, indem man sie vorsichtig mit dem Finger berührt.

Augen

Sind die Augen entzündet oder weisen sie bläuliche oder weiße Flecken auf der Augenoberfläche auf, deutet dies auf eine Erkrankung hin. Der Vorfall der so genannten Nickhaut (Membrana nictatio), die im Auge der Katze normalerweise nicht zu sehen ist, deutet ebenfalls auf eine Erkrankung hin. Dieser Nickhaut-Vorfall ist kein Anzeichen für eine beginnende Erblindung, sondern meist ein frühes Symptom von Katzenschnupfen. Die Katze sollte genau beobachtet und bei weiteren Symptomen sofort zum Tierarzt gebracht werden. Eine weitere Ursache für Flecken im Auge können Fremdkörper sein. Diese müssen vom Tierarzt entfernt werden.

Nase

Läuft der Katze die Nase und sie beginnt zu niesen und zu schniefen, sind dies meist Anzeichen für einen Katzenschnupfen. Dieser bedarf tierärztlicher Behandlung. Man kann der kranken Katze das Atmen erleichtern, indem man ihr vorsichtig mit warmem Wasser die Nase wäscht und etwas Vaseline in die Nasenlöcher gibt.

Ohren

Ohrenkrankheiten bemerkt man meist dadurch, dass die Katze vermehrt ihren Kopf schüttelt, sich am Ohr kratzt und den Kopf zur Seite neigt. Geht dies mit einem Verlust des Gleichgewichts einher, kann sich eine Mittelohrentzündung ankündigen. Hier ist die sofortige Hilfe eines Tierarztes erforderlich, da diese Krankheit das Gleichgewichtsorgan auf Dauer schädigen und außerdem die Entzündung auf das Gehirn übergehen kann.

Ist das Ohr von Parasiten befallen, zeigt sich oft ein bräunlicher, übel riechender Ausfluss. Hier hat sich das Einträufeln von warmem Paraffin- bzw. Olivenöl als hilfreich erwiesen (man sollte dies an einem Ort tun, an dem Ölspritzer leicht zu entfernen sind). Jede Art von Ohrausfluss bedeutet, dass die Katze Behandlung braucht.

Zuckt die Katze häufig mit den Ohren, sind diese aber trocken, bedeutet dies Ohrmilbenbefall. Es gibt spezielle Tropfen gegen Ohrräude, die in jeder Tierhandlung und beim Tierarzt erhältlich sind.

Ist das Ohr plötzlich aufgebläht, kann dies auf ein Hämatom, einen Abszess oder eine Blutblase hindeuten. Der Tierarzt kann diese behandeln; ein Hämatom verheilt in der Regel von alleine, wobei allerdings Verhärtungen zurückbleiben (ähnlich den "Blumenkohlohren" eines Boxers). Wenn dies vermieden werden soll, kann der Arzt das Hämatom unter Narkose aufschneiden. Diese Behandlung gilt auch für Abszesse (die für die Katze sehr schmerzhaft sind) und Blutblasen.

Harnsystem

Probleme beim Wasserlassen, Blut im Urin, Gewichtsverlust sowie ungewöhnlich großer Durst sind Symptome für Erkrankungen des Harnsystems. Bekommt die Katze viel Trockenfutter oder ist ein Kater sehr früh kastriert worden, kann Harngrieß die Ursache sein. Dies sind Ablagerungen von Salzkristallen in der Blase, die bei männlichen Tieren die Harnröhre unter Umständen blockieren können. Dies führt dazu, dass die Blase übervoll ist und die Katze sehr starke Schmerzen leidet.

In der Regel weigert sie sich dann, sich anfassen zu lassen, dreht sich oft zu ihrem Hinterteil um und faucht. In diesem Fall muss die Katze unverzüglich zum Tierarzt! Auf keinen Fall sollte man versuchen, auf den Bauchraum zu drücken, da die Blase sehr empfindlich ist.

Befindet sich Blut im Urin, deutet dies auf eine Blasenentzündung hin, die meist bei weiblichen Tieren auftritt. Ältere Katzen können ebenfalls an Nierenerkrankungen leiden, wobei sich dies durch Gewichtsverlust und starken Durst bemerkbar macht. Allerdings könnte in einem solchen Fall auch Diabetes die Ursache sein, dies sollte durch den Tierarzt geklärt werden.

Genitalien

Bei weiblichen Katzen ist Ausfluss aus der Vagina ein Anzeichen für eine Krankheit. Ist das Weibchen trächtig, muss sie sofort zu einem Tierarzt gebracht werden. Bei einem nicht trächtigen Weibchen kann eine Gebärmutterentzündung oder Pyometra, eine hormonell bedingte Gebärmuttervereiterung, der Grund sein. Reinigen Sie zunächst das Gebiet um die Vulva mit warmem Wasser oder einem milden Antiseptikum und suchen Sie dann einen Tierarzt auf. Wenn nicht die Absicht besteht, zu züchten, ist eine Kastration sinnvoll.


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