Jede zehnte Katze leidet an Katzen-Aids

Aus Meine-Katze.de

24. August 2011  |  Kommentare: 2

Weltweit sind rund 44 Millionen Hauskatzen von einer Infektionskrankheit namens "Katzen-Aids" betroffen, das sind ca. 11 Prozent der gesamten Katzenpopulation. Dennoch kennt der Großteil der Katzenbesitzer die Infektionskrankheit Katzen-Aids nicht, die für das Tier in den meisten Fällen tödlich endet. Und auch wenn Europa die niedrigste "Katzen-Aids-Rate" aufweist, steigt die Anzahl betroffener Tiere stetig.

In Europa noch immer kein Impfstoff

Zudem gibt europaweit noch immer keinen Impfstoff gegen die Krankheit Katzen-Aids. Eine Katze, bei der die Infektion ausgebrochen ist, bleibt ihr Leben lang krank. Dem Besitzer bleibt dann nur übrig, die Symptome so weit wie möglich einzudämmen.

Die Bezeichnung "Katzen-Aids" verdankt die Erkrankung der Ähnlichkeit zum menschlichen HIV: Wie das HI-Virus beim Menschen, schwächt das feline Immundefizienz-Virus (FIV) das Immunsystem der Katze so sehr, dass schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen können, an denen das Tier häufig stirbt. Auf andere Tiere oder Menschen ist "Katzen-Aids" jedoch nicht übertragbar.

Übertragungsursache sind Infektionen durch Bisse

Übertragungsursache ist die Infektion durch Bisse, da das Virus in Speichel und Blut enthalten ist. Folglich sind Hauskatzen, die keinen Kontakt zu anderen Katzen haben, im Normalfall nicht betroffen. Die Hauptrisikogruppe sind freilaufende, unkastrierte Kater und heimatlose Tiere, die durch häufige Revierkämpfe eher eine Infektion erleiden können. Andere Übertragungsrisiken wie Geschlechtsverkehr oder Milchfluss während der Trächtigkeit sind äußerst gering. Tiere, die sich mit dem FI-Virus infiziert haben, sollte man nicht mehr nach draußen lassen, um andere Katzen vor einer Infektion zu bewahren.

Krankheitssymptome sind vielfältig

Die Krankheitssymptome von Katzen-Aids sind vielfältig und treten oft erst Jahre später nach der Infektion in Erscheinung. Bei Ausbruch der Krankheit kommt es zunächst meist zu Anzeichen von Katzenschnupfen wie etwa Bindehautentzündung oder Nasenausfluss. Häufig folgen Entzündungen, Geschwüre und Schwellungen im Maulbereich. Starker Mundgeruch und schlechte Zähne sowie Gewichtsverlust sind Begleiterscheinungen. In besonders schlimmen Fällen können sich auch Tumore bilden. Allerdings müssen FIV-positive Tiere nicht zwangsläufig erkranken, manche Katzen leben bis zu zehn Jahren völlig symptomlos.

Keine gänzliche Heilung möglich

Ob ein Tier an Katzen-Aids erkrankt ist, kann der Tierarzt anhand einer Blutuntersuchung feststellen. Leider gibt es bisher jedoch keine Therapie zur Heilung der Krankheit Katzen-Aids, nur die Symptome können gelindert werden. Eine konkrete Lebenserwartung lässt sich nicht voraussagen, aber mit intensiver Pflege und Fürsorge können auch erkrankte Tiere noch lebenswerte Jahre vor sich haben.

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Kommentare

Faulpelz
30.08.2011 - 13:06
Hatte meine Mieze auch schon bzw. hat es noch. Gibt aber recht gute Medikamente die Symptome mildern.
carina 89
29.08.2011 - 20:20
sehr interessant - das wusste ich nicht, dass auch Tiere eine Art Aids haben können.
  



 


Kommentare

Faulpelz am 30.08.11
Hatte meine Mieze auch schon bzw...
carina 89 am 29.08.11
sehr interessant - das wusste ic...

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