Familie der Katzen

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Zur Familie der Katzen zählen die Großkatzen (Tiger, Löwe, Leopard, Jaguar), die Mittelkatzen (Nebelparder, Goldkatzen, Puma, Schneeleopard) sowie die Kleinkatzen (Zwergtigerkatze, Manul, Ozelot, Kleinfleckkatze, Wildkatze, Pampaskatze u.a.). Des Weiteren gibt es die Gruppen der Servale, Luchse, Jaguarundis und der Geparden. Im Folgenden sollen mehrere Katzenarten beispielhaft behandelt werden.

Die Großkatzen unterscheiden sich von ihren kleineren Artgenossen durch Abweichungen in Anatomie und Verhalten. Durch eine nur unvollständige Verknöcherung des Zungenbeinapparates können sie im Gegensatz zu ihren kleineren Verwandten brüllen, jedoch nur beim Ausatmen schnurren. Außerdem besitzen sie vollständig ausgebildete Krallenscheiden und einen bis zum Rand behaarten Nasenspiegel. Bei der Nahrungsaufnahme liegen sie gewöhnlich und packen ihre Beute nicht mit den Vorderpfoten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist ihr Verhalten in der Ruhestellung: Sie strecken die Vorderpfoten gerade nach vorne und den Schwanz gerade nach hinten aus. Außerdem putzen sich Großkatzen nicht so ausführlich wie ihre kleinen Verwandten.

Männlicher Löwe

Großkatzen, insbesondere die Löwen, üben eine große Faszination auf den Menschen aus. In der Menschheitsgeschichte wurden sie in zahlreichen Kulturen mit Stärke und Mut assoziiert. Darstellungen von Löwen zieren häufig Wappen, der Beiname "der Löwe" wurde besonders mutigen und heldenhaften Männern verliehen. Auch in der Bibel erscheinen Löwen im Zusammenhang mit diesen Eigenschaften; der Löwe ist das Symbol des Evangelisten Markus.

Der Afrikanische Löwe (Panthera Leo) ist nach den Tigern die zweitgrößte Großkatze. Er kann eine Körpergröße von nahezu 2 Metern erreichen, mit einer zusätzlichen Schwanzlänge von bis zu 90 Zentimetern. Nur die Männchen weisen die typische Mähne auf. Im Gegensatz zu ihren Verwandten leben Löwen in Rudeln von sechs bis acht Tieren. Auch bei der Jagd bilden sie Rudel, wobei sie am liebsten in der Dämmerung oder nachts jagen, zuweilen jedoch auch tagsüber.

Sibirischer Tiger

Der Tiger (Panthera tigris) war bereits in der indischen Harappa-Kultur (um 2500-1500 v.Chr.) bekannt, was sich anhand von Darstellungen belegen lässt. Der am häufigsten anzutreffende Tiger ist der indische Königstiger (Panthera tigris tigris), er erreicht eine Körperlänge zwischen 1,60 und 2,60 Metern. Die größte Tigerart ist der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica), der eine Länge von bis zu 3 Metern erreichen kann. Tiger streifen auf der Suche nach Nahrung ständig durch ihr Revier, als Jagdzeit bevorzugen sie die Dämmerung. Sie sind stark in ihrer Existenz bedroht, da sie von Trophäensammlern oder für die traditionelle chinesische Medizin gejagt werden.

Puma im Schnee

Die Mittelkatzen bilden das Bindeglied zwischen Groß- und Kleinkatzen. Die Übergänge sind fließend und können nicht strikt festgelegt werden, denn die Mittelkatzen weisen Merkmale beider Arten auf. Ein bekanntes Beispiel für eine Mittelkatze ist der in weiten Teilen Amerikas beheimatete Puma (Puma concolor), der wesentlich kleiner als die Großkatzen ist, aber mit einer Körperlänge von bis zu 140 Zentimetern eine sehr stattliche Größe erreicht. Der Puma ist ein ausgezeichneter Kletterer. Ein weiteres Beispiel ist der Schneeleopard (Unica unica), der eine Körperlänge zwischen 140 und 160 Zentimetern erreicht. Seine Beute variiert je nach Angebot von Mäusen bis zu Rehen und Wildschweinen. Er verzehrt im Gegensatz zu Großkatzen seine Beute im Hocken und kann schnurren wie eine Hauskatze.

Liegender Ozelot

Zu den bekanntesten Vertretern der Kleinkatzen (Felini) zählt der in Mittel- und Südamerika beheimatete Ozelot (Leopardus pardalis). Seine Körperlänge beträgt zwischen 60 und 100 Zentimetern. Zwei weitere Kleinkatzen, die oft als Vorfahren unserer Hauskatzen betrachtet werden, leben in Asien. Der Manul (Otocolobus manul) lebt in den asiatischen Hochsteppen und seine Fellfarbe variiert je nach Landstrich von stark gestreiftem bis zu wenig gestreiftem Fell. Die Rohrkatze (Felis chaus) ist unter anderem in Vorderasien, Indien, Burma, Ceylon und Ägypten anzutreffen. Ihr schlanker Körper erreicht eine Länge zwischen 60 und 75 Zentimetern. Die Fellfarbe ist bei den verschiedenen Unterarten unterschiedlich. Sie lebt an Seen und Flüssen mit dichtem Schilf, wo sie kleine Nager und Frösche erbeutet.

Eine Katze mit Sonderstellung ist der Gepard (Acinonyx jubatus), der als Bindeglied zwischen Katze und Hund gelten kann. Sein Kopf und der lange Schwanz sind katzenartig, während der restliche Körper hundeartig ist. Der Gepard ist eines der schnellsten Landsäugetiere, er kann auf Kurzstrecken ca. 110 km/h erreichen.


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