Die allergikerfreundliche Katze - ein Mythos?

Aus Meine-Katze.de

2. Juni 2011  |  Kommentare: 2

Wer trotz der Diagnose „Katzen-Allergie“ nicht auf eine Katze als Mitbewohner verzichten möchte, hat es nicht gerade leicht: Es kursieren die unterschiedlichsten Theorien, welche Katzen denn nun für Allergiker geeignet sind und welche nicht. Einmal heißt es, es komme auf die Fellfarbe an – vor allem rote Katzen scheinen bei einigen Allergikern keine Symptome auszulösen. Andere schwören auf die richtige Katzenrasse, wobei beinahe jede Rasse irgendwo einmal genannt wird. Klare Ratschläge darf man also nicht erwarten, jeder Allergiker scheint anders zu reagieren.

Eine Meldung aus den USA könnte daher bei vielen Betroffenen Erleichterung auslösen: Wissenschaftlern ist es nach eigenen Aussagen gelungen, eine so genannte hypoallergene Katzenart zu züchten, die keinerlei allergische Reaktionen hervorruft. Wie kann das sein? Eine Katzenallergie – auch wenn sie gerne mal als Katzenhaarallergie bezeichnet wird – ist keine Überempfindlichkeit gegen die Haare des Tieres, sondern gegen Proteine im Speichel und in den Talgdrüsen der Haut – vor allem gegen das so genannte Fel d 1-Allergen. Durch die Fellpflege verteilt sich der auslösende Stoff dann aber auch auf den Haaren und damit im ganzen Haus.

Hypoallergene Katzen hingegen produzieren dieses Allergen nicht. Das zumindest behauptet die amerikanische Biotechnologie-Firma „Allerca“, die die allergikerfreundlichen Tiere verkauft. Laut Medienberichten wurden die Katzen zu diesem Zweck genmanipuliert; die Firma selbst behauptet, sie hätte mit Katzen gezüchtet, die das Allergen von Natur aus nicht produzieren. Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Katze zu finden, ist allerdings äußerst gering.

In der Kritik ist die „Allerca“ vor allem, weil man davon ausgeht, dass für die gentechnische Veränderung viele Laborkatzen ihr Leben lassen mussten. Zudem sei es nicht ausreichend, nur ein Allergen auszuschalten: Es gäbe immer mehrere Stoffe gleichzeitig, die die allergische Reaktion hervorrufen. Besonders sei aber zu befürchten, dass die genveränderten Katzen mit nicht absehbaren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben werden.

Das alles ist der Traum von der eigenen Katze sicherlich nicht wert. Allergiker sollten sich lieber für ein anderes Tier entscheiden oder aber, wenn sie unbedingt wollen, weiter nach einer Katze suchen, auf die sie weniger stark reagieren. Tierarzt Dr. Spangenberg rät: „Wenn doch die Anschaffung erwogen wird, würde ich vorher von dieser Wunschkatze eine Haarprobe abschneiden und beim Arzt damit einen Allergietest machen lassen. Sie können auch selbst die Haarprobe mit Leukoplast auf den Unterarm (innen) kleben und abwarten, ob es eine gerötete Stelle gibt!“

Copyright Bild: ethacke / fotolia.de

Kommentare

tatz
17.06.2011 - 18:02
guter tipp das mit dem unterarm und dem pflaster. werd ich mal ausprobieren!!
Hanni
09.06.2011 - 17:36
Also ich bin auch Allergikerin und finde es total unverantwortlich mit den Katzen herumzutesten, nur damit der Mensch auf nichts verzichten muss. Ich hätte auch soooo gerne eine Katze, aber es geht halt nicht ...
  



 


Kommentare

tatz am 17.06.11
guter tipp das mit dem unterarm ...
Hanni am 09.06.11
Also ich bin auch Allergikerin u...

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